23. Oktober 2026
Vielleicht hast du dich das ein oder andere Mal gefragt: Wie war denn jetzt das Passwort für …? Wo hab ich mir die Nummer von meiner …-Versicherung notiert? Wo liegt mein Schlüssel? … Warum ist der im Kühlschrank?
Diese Fragen stellen sich die meisten Leute selbst (bis auf die letzte vielleicht, ein Schlüssel muss in der Regel nicht kaltgestellt werden). Aber was ist, wenn genau diese Fragen für jemand anderen auftreten? Oder für deine Angehörigen nach deinem Tod?
Wissen die, wo sie deine Informationen finden? Den Code zu deinem Handy? Deine Versicherungsunterlagen? Alles, was sie wissen müssen? Oder was du vorbereitet hast?
Weißt du nicht? Wissen deine Angehörigen auch nicht? Dann hast du den Salat. Und so ähnlich heißt auch das Buch, das wir euch heute vorstellen wollen:
„Da habt ihr den Salat … denn ich bin jetzt tot.“ von den Autorinnen Jasmin Mrugowski und Nadine Opitz.
In diesem Buch findet sich wirklich alles rund um den Tod: von Funfacts wie „Welches waren die am häufigsten gespielten Trauerlieder 2025?“ über verschiedene Möglichkeiten, den letzten Gang zu gehen, bis hin zu Interviews mit Experten. Besonders gut hat mir gefallen, dass es die Möglichkeit gibt, seine eigenen Informationen einfließen zu lassen: Versicherungen, Abonnements, Wünsche und bereits bestehende Dokumente. Also ein richtiger Wegweiser für die, die es irgendwann finden.
Es ist ein richtiges Mitmach-Buch.
Und mitgemacht haben wir auch: Maria steht euch ab Seite 297 Rede und Antwort über das, was Ab unter die Erde ausmacht.
Wie Ab unter die Erde entstanden ist, wisst ihr ja bestimmt schon. Aber wie kommt man auf die Idee eines Sterbevorsorgebuchs?
Die wunderbaren Autorinnen Jasmin und Nadine standen diesmal mir Rede und Antwort. Und ihre Antwort ist genauso charmant wie ihr Buch:
„Die Idee zu unserem Buch entstand eigentlich aus einer ziemlich simplen Beobachtung: Wir regeln im Leben so vieles. Versicherungen, Urlaube, Finanzen, den nächsten Zahnarzttermin. Aber sobald es um die Frage geht, was passieren soll, wenn wir selbst einmal nicht mehr entscheiden können oder sterben, wird es erstaunlich still.
Wir möchten dazu ermutigen, den eigenen Nachlass selbstbestimmt zu planen und in der Familie über Wünsche, Ängste und Vorstellungen zu sprechen. Nicht unbedingt beim nächsten Weihnachtsfest, aber vielleicht bei einem Spaziergang oder einer Tasse Kaffee. … Vielleicht hilft unser Buch dabei, einen ersten Schritt zu gehen, Fragen zu stellen oder Gespräche anzustoßen, für die bisher die passenden Worte gefehlt haben.“
Wir haben selbst schon reingeschnuppert und es liest sich wunderbar schnell und einfach, aber vor allem macht es Spaß. Man lernt an jeder Ecke etwas Neues!
Für die Leser unter euch, die schon ewig vorsorgen wollten und sich lange nicht getraut haben, ist hier also der Anstoß: Vorsorge kann auch Spaß machen und zum Denken anregen, ohne dass es zu finster wird.
Für jeden, der gerne mit einem Lächeln in das Thema reinfinden möchte, ist hier der Link zur Website des Buchs.
https://www.da-habt-ihr-den-salat.com/
Vielen lieben Dank an Nadine und Jasmin für ihr tolles Buch und ihren wunderbaren, aktiven Blick auf ein Thema, das so viele lieber meiden wollen.